Forstpolitik

Rückwirkende Auszahlung einer Aufarbeitungshilfe für 2019

 

Wichtige Mitteilung des Ministeriums für den ländlichen Raum (MLR) vom 19.11.2019:

Die durch Sturm, Trockenheit und Borkenkäfer geschädigten Waldbesitzer sollen über die bisher ergriffenen Maßnahmen hinaus für die Aufarbeitung des Schadholzes noch im Jahr 2019 eine finanzielle Unterstützung erhalten. Mit der Zuwendung sollen die Mehraufwendungen zur Räumung der Kalamitätsflächen abgemildert werden, denn sie dienen letztlich der Sicherung und Wiederherstellung von Waldökosystemen und gleichzeitig der Eindämmung und Abwehr von bedrohlichen Waldschutzsituationen.

Waldbesitzer sollen deshalb rückwirkend für in 2019 angefallene Maßnahmen zur bestandes- und bodenschonenden Räumung von Kalamitätsflächen einen Zuschuss erhalten. Zuwendungsfähig sind die Mehrausgaben für die Aufarbeitung und Räumung von Schadflächen. Das MLR beabsichtigt, die Aufarbeitung betroffener Hölzer mit 3 EUR je Fm o.R. zu fördern, um mit dieser Anteilsfinanzierung eine spürbare Entlastung der Waldbesitzenden zu generieren. Die Förderung wird gewährt, sofern der Waldbesitzer z. B. mit einer Holzliste die Aufarbeitung von zufälliger Nutzung in 2019 dokumentieren kann, ergänzt durch eine Plausibilisierung durch den Revierleiter. Ausgeschlossen sind zufällige Nutzungen der Baumarten Esche und Eiche.

Förderempfänger sind Privatwaldbesitzer mit bis zu 200 Hektar forstlicher Betriebsfläche und Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, die Sammelanträge für solche Waldbesitzer stellen.

Die Zuwendung wird auf Grundlage von De-minimis unbürokratisch ab einer Bagatellschwelle von 250 EUR je Waldbesitzer ausbezahlt. Für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (z. B. die FSL) gilt die Schwelle von 1 000 EUR. Eine Plausibilitätsprüfung durch die unteren Forstbehörden erfolgt per Checkliste durch die zuständigen Revierleiter.

Achtung: Für die angestrebte Auszahlung noch im Jahr 2019 müssen die Anträge bis spätestens 06.12.2019 gestellt werden!

Da die Bagatellschwelle für den einzelnen Waldbesitzer recht hoch ist, beabsichtigt die Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwäbischer Limes (FSL), für die Waldbesitzer im Ostalbkreis einen Sammelantrag zu stellen.  Die FSL wird diesbezüglich in den kommenden Tagen in der Tagespresse die genauen Informationen hierzu veröffentlichen.

Sofern Sie beabsichtigen, die Aufarbeitungshilfe in Anspruch zu nehmen, bitten wir Sie, möglichst zeitnah mit der FSL Kontakt aufzunehmen und abzuklären, ob Sie die Voraussetzungen für die Aufarbeitungshilfe erfüllen und an dem Sammelantrag teilnehmen können.

Kontaktdaten der FSL:

Telefon: 07361 3600467     Fax: 07361 3600468       E-Mail: info@fslwv.de

 

Westhausen, 24.11.2019

Autor: Armin Ganzenmüller   Kategorie: Allgemein, Forstpolitik, Holzwirtschaft